Worldwide Domina Guide
Toms Interview:

Mit
Danja Le Fay:, Innsbruck, Österreich

Kontakt: Tel.: +43 (0)650 - 630 57 18

 
 
 
 
 
 
Tom: Erst einmal Vielen Dank das Sie sich heute für ein Interview in meinem Guide etwas zeit nehmen.
Danja Le Fay: Hallo Tom. Bitte, gerne!

Tom: Vielleicht erzählen sie meinen Lesern erst einmal ein wenig über sich, wie sind sie in die SM Szene gekommen, und was war der entscheidende Schritt zur „Professionalität“
Danja Le Fay:
Mit dem Thema BDSM bin ich relativ früh in Berührung gekommen. Mir wurde schon in jüngeren Jahren klar, dass mir die Intensität bei "Blümchen-Sex" nicht ausreicht. Es kam ziemlich schnell der Zeitpunkt, ab dem mir ein in der Hitze des Gefechtes zugefügter oder empfangener blauer Fleck allemal lieber war, als ein Knutschfleck. *lach* Anfangs war die Neigung aber noch undefiniert, und ich empfand mich selber nur als "ein wenig" wilder und temperamentvoller, als das wohl die Norm war. Bald fing ich an, BDSM - Literatur zu lesen und meine Neigung zu begreifen, die bis dato für mich selbst auch manchmal mit dem gesellschaftlichen Status der Perversion behaftet war. Es folgten die ersten zaghaften Versuche BDSM bewusst zu leben. Da gab es nächtelange Chats, in denen ich mich mit Gleichgesinnten austauschte und nicht nur das... Der gedankliche wie auch ´praktische ´ Austausch mit Gleichgesinnten war für mich auch insofern wichtig, da man als Frau ( zumindest ging es mir so ) anfangs schon mit der anerzogenen Rollenverteilung seine Probleme hat, wenn Frau dann auch dominiert. Welche Frau kommt schon als Domina auf die Welt? *SMile* Der Schritt in die Professionalität folgte, auch motiviert durch das Zusammentreffen mit anderen professionellen Damen des Bizarrbereiches, auf diversen SM-Parties. Langsam aber sicher.

Erste Praxis Erfahrungen in einem SM-Studio konnte ich dann bei Domina Priscilla und Madame X. in Basel machen.

Das war auch der Durchbruch vom Gedanklichen zur Praxis. Schließlich ist es erheblich einfacher mit einem privaten Partner "zu spielen", den man ja samt seiner Neigungen und Tabus zumindest länger kennt, als einen Gast im gewerblichen Bereich. Zurück in Innsbruck fing ich dann langsam an, meine Vorstellungen von meinem Privatstudio in die Tat umzusetzen. Dabei erwiesen sich einige Anregungen meiner Gäste als durchaus interessant um diese mit einfließen zu lassen. Heute ist einfach aufregend für mich zu sehen, wie sich der Blick eines Gastes mit Sehnsucht füllt, wenn ich beispielsweise mit einem neuen Spielzeug winke, von dem er bei seinem letzten Besuch so schwärmte. Wobei ich dennoch darauf achte, nicht zur "Wunschzetteldomme" zu werden, und trotzdem die Bedürfnisse des Bottoms zu berücksichtigen, was nicht immer einfach ist. Eine gewisse Authenzität bei dem was ich tue, ist mir wichtig. Alles Andere wäre nicht mein Weg.

Tom: Wie würden Sie den Unterschied zwischen einer Bizarr Lady und einer Domina beschreiben... Ab und an Sind die Grenzen ja recht fliesend...
Danja Le Fay:
Sie spielen auf meine Domain an?

Tom: Ja... auf den Name
Danja Le Fay:
Ich versuche Perfektionistin zu sein. Deshalb hielt ich es am Anfang für ratsamer, als Bizarrlady zu beginnen und mir meinen Weg zur professionellen Domina zu erarbeiten. Aber das erörterte ich ja bereits. Ich denke, dass bei einer Bizarrlady die bizarren Praktiken jenseits einer festen Rollenverteilung im Vordergrund stehen. Obgleich ich von Anfang an nur in meiner Rolle als Top zu besuchen war. Als Domina jedoch, ist es ja auch wichtig, die Rolle einer Domina als solche zu begreifen und auch umzusetzen. Das Abstrafen eines Sklaven ist sicherlich leichter zu erlernen, als die notwendigen psychischen Kenntnisse und Facetten einer Top / Sub - Begegnung.

Tom: Wie weit gehen Sie in Ihren Behandlungsarten und was sind Ihre Tabus?
Danja Le Fay:
Unumstößliche Tabus bei mir sind: KV, Schlachtungsspiele, Kotzspiele, Cutting und sicherlich noch Weiteres, aber da ist die Palette der Möglichkeiten ja mittlerweile so groß, dass der Gast im Zweifelsfall lieber nachfragen sollte, bevor er sich zu einem Besuch entscheidet. Klinikspiele sind bei mir bis zu einem gewissen Grad zwar kein Tabu, aber eine gute Klinikerin werde ich in diesem Leben sicher nicht mehr werden. *lach* Des Weiteren biete ich auch keinen Geschlechtsverkehr an.

Tom: Was erregt Sie persönlich bei einer Session besonders? Haben Sie eine spezielle Leidenschaft?
Danja Le Fay:
Das hängt auch sehr stark von der jeweiligen Situation und dem Feedback des Subs ab. Natürlich erregt mich die jeweilige Praktik am meisten, die von einem Sub als besonders intensiv empfunden wird. Denn letztlich ziehe ich meine Lust an dem Spiel ja aus den Reaktionen des Besuchers. Sonst könnte ich meine Gerten, Peitschen ect. ja auch an einem Kissen anwenden. *lach* Im Großen und Ganzen würde ich mich aber schon als Sadistin bezeichnen...

Tom: Dürfen auch Paare oder einzelne Frauen zu Ihnen in das Studio kommen?
Danja Le Fay:
Warum nicht? Das Vergnügen hatte ich bisher noch nicht aber ich stelle mir das durchaus interessant vor.

Tom: Wenn ich an Östereich und speziell Innsbruck denke kommt mir immer Skifahren in den Sinn. Hatten Sie schon Gäste die eigentlich zum Winterurlaub kamen?
Danja Le Fay:
Natürlich. Meistens ist es aber so, dass Gäste aus anderen Ländern ihren Besuch schon aus dem Heimatland ankündigen. Die wenigsten machen sich erst vor Ort "schlau".

Tom: Sie leben in Innsbruck, Österreich ist ja eher als etwas konservativ bekannt was SM anbelangt. Gibt es denn in ihrer Nähe auch eine SM und Fetish Szene mit Clubs, Cafes und Events außerhalb der Studios.
Danja Le Fay:
Relativ wenig. Gerade das (schein)heiliges Land Tirol ist da wirklich sehr konservativ. Vergleichsweise Wien ist da schon offener. In Innsbruck gab es bis vor wenigen Monaten einen Club mit Studioambiente aber ansonsten wäre mir aber da nichts weiter bekannt.

Tom: Lesen Sie gern? Und wenn ja was?
Danja Le Fay:
Wie ich ja weiter oben schon anmerkte, lese ich viel zum Thema BDSM, viel aus der "Blacklabel Reihe". Darüber hinaus schmökere ich gerne in Büchern zum Thema Mythologie, Templerorden usw. Derzeit lese ich eine der zahlreichen König Artussagen.

Tom: Mit was kann man Ihnen eine besondere Freude machen?
Danja Le Fay:
Ich nehme an, Sie spielen auf Geschenke an?

Tom:
Nicht nur... aber auch... *grins*
Danja Le Fay:
Wichtiger als ein Geschenk an sich, ist mir, dass ich merke, der Schenkende hat sich Gedanken über mich gemacht. Also wenn Sie eine richtig deftige Session wollen, bringen Sie mir am Besten ein Kochbuch mit. *lach* Nein, im Ernst. Freue mich über alles, das von Herzen und nicht nur aus einem Warenregal kommt.

Tom: Habe in meinen letzten beiden Interviews vergeblich danach gefragt welche prominente Person den im Studio für eine richtig nette Session willkommen wäre. Die Antworten waren immer sehr differenziert aber einen Namen habe ich keinen bekommen. Also trauen Sie sich…
Danja Le Fay:
Liegt meines Erachtens darin, dass es bei echter Dominanz nicht von Belang ist, wer oder was der Mensch außerhalb des Studios ist, der sich unterwirft. Deshalb kann auch ich keinen Namen nennen.

Tom:
*grummel*...   ich gebe es auf....

Tom: Die letzte Frage gehört wie immer meiner Interviewpartnerin. Gibt es noch etwas, das sie den Lesern dieses Interviews gern mitteilen würden?
Danja Le Fay:
Ich gebrauche da einfach ein altes Zitat: "Träume nicht Dein Leben, lebe Deine Träume"

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